Das Meer und Ich

Ich höre das Rauschen der Wellen immer näher kommen. Unter meinem rechten Arm habe ich mir mein Surfbrett gepackt, die Leach ist schon am Fuß befestigt.

Nur noch ein paar Meter bis ich langsam ins Wasser steige. Die ersten Ausläufer der Wellen kommen mir entgegen. Ich lege mein Board auf die sanfte Oberfläche des Wassers und stampfe mich durch das Weisswasser. Nach ein paar Meter wird der Boden unter mir tiefer, die Wellen vor mir höher. Ich lege mich auf mein Brett und beginne zu paddeln. Ich paddle raus auf das Meer, raus in die Freiheit, raus zu mir selbst.

 

Ungefähr so ging es mir eine Woche lang während meines Urlaubs in Sri Lanka.

Mein Zustand vorm Urlaub? Man könnte ihn schon als katastrophal bezeichnen, ein nervliches Wrack, müde, gereizt, erschöpft. Definitiv nicht der Zustand, in dem ich mich befinden möchte. Und doch war ich drin in diesem Hamsterrad. Und auch wenn ich wusste, dass es so nicht weitergeht, ich fleißig meine Morgenroutine gemacht habe, beim Sport war, viel mit Freunden geredet habe. Es hat mir nur kurzfristige Impulse gegeben.

 

Glücklicherweise stand mein Urlaub an. Ich hatte ein ¾ Jahr keinen Urlaub und kann das definitiv nicht empfehlen. Mit zwei Freundinnen bin ich durch Sri Lanka gereist und habe schon am ersten Tag gemerkt, wie ich innerlich zur Ruhe komme. Jeden Tag neue Eindrücke, gutes Essen, warmes Wetter, wunderbare Begleitung, so viel Spaß. Ich habe keine Sekunde mehr nachgedacht.

 

Doch ganz bei mir angekommen habe ich mich gefühlt, als wir ans Meer kamen. Als wir Abend ankamen war es dunkel und ich musste trotzdem noch mit den Füßen ins Wasser. Zwei Tage später saß ich frühmorgens in einer Tauchschule und habe darauf gewartet, dass es losgeht. Bis dahin habe ich einfach nur auf das meer geschaut. Vor mir einfach wunderschöne Wellen. Und ich war nicht nur voller Vorfreude auf den Tauchgang, sondern auch auf das Surfcamp in das es nachmittags ging. Jeden Tag nur surfen, essen, Sonnen und schlafen. Klar, dass man dabei runterkommt.

Ich habe dennoch einfach jedes Mal am oder im Meer das Gefühl vollkommen bei mir zu sein. Nicht nur wenn es so wunderbar warm ist wie da, sondern auch wenn es kalt und stürmisch ist. Es geht nichts über einen Strand Spaziergang und sich dabei ordentlich den Kopf durchpusten lassen.

Es ist die Weite, die Tiefe, die Stille, der Sturm, die Unberechenbarkeit des Meeres, die mich zur Ruhe kommen lässt. Die mir jedes Mal ein Gefühl von Freiheit gibt. Vielleicht war ich im vorherigen Leben ein Fisch oder eine Meerjungfrau…

 

Und dort in Südasien auf dem Surfboard habe ich erkannt, dass egal was kommt, ich habe immer das Meer, das ich beschützt. Mein Traum ist es eines Tages am Meer zu wohnen.

Aktuell ist das nicht der Fall und wird auch nicht so schnell passieren. Deswegen habe ich mir selber das Versprechen gegeben, so viel Zeit wie möglich am Meer zu verbringen.

 

Das Meer und ich.

Eine endlose Liebesgeschichte.

2 Antworten auf „Das Meer und Ich

  1. Liebe Denise, so eine schöne Liebeserklärung ans Meer. Ich kann mich da richtig reinfühlen und mein Traum ist es, auch mal Urlaub auf Sri Lanka zu machen. Ich bin Sylterin und genieße dort den Strand und das Meer. Kann ich nur empfehlen! Wenn Du dort am Meer sitzt, ist auch Freiheit pur und der Wind bläst auch sehr schön, alles belastenden Gedanken aus dem Kopf. Ist zwar nicht so warm wie auf Sri Lanka, aber der Sommer 2018 war ja gigantisch. Wer Sykt kennt, weiß:“ Auch der Winter hat dort seine Reize!“ Ich möchte auch irgendwann zurück ans Meer😍
    Vielen Dank, für die schönen Zeilen🌷
    Liebe Grüße
    Andrea Dorka, aus Norddeutschland

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    1. Liebe Andrea,

      Danke dir für dein schönes Feedback.
      Wow, Sylt. Mein Traum ist es ja eines Tages am Meer zu wohnen. Bislang war ich nur einmal auf Sylt, hat mir aber sehr gut gefallen.

      Hab einen guten Start in die Woche!
      Lg
      Denise

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