Mein Morgenritual

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Genau wie das Dankbarkeitstagebuch ist auch das Morgenritual ein Tool der Selbstliebe über das man immer liest, wenn man sich mit diesem Thema beschäftigt.

Ich weiß nicht wie oft ich bereits den Versuch gestartet habe ein Morgenritual zu etablieren und jedes Mal bin ich kläglich daran gescheitert. Ich bin schon immer jemand gewesen, der gerne schläft, war in meiner Jugend absoluter Langschläfer und bin großer Fan der Schlummertaste am Wecker. Morgens habe ich meistens nie gefrühstückt und bin immer auf den letzten Drücker zur Schule, Uni oder zur Arbeit gehetzt.

Die Vorstellung den Morgen in Ruhe zu beginnen hat mir schon gut gefallen, aber ich habe es einfach wirklich nicht geschafft. Die Verlockung im Bett liegen zu bleiben war einfach zu groß (und ist sie auch heute oft noch).

Seit Anfang diesen Jahres habe ich Schritt für Schritt begonnen eine Routine zu etablieren und habe nun tatsächlich so etwas wie ein kleines Morgenritual für mich geschaffen. Das lustige dabei ist, dass manche Dinge davon so schleichend kamen, dass ich gar nicht realisiert habe, dass das schon eine Routine geworden ist.

Aber wie habe ich überhaupt angefangen? Wie bei so vielem ist so glaube ich so, dass man erst beginnt etwas Neues auszuprobieren, wenn man es wirklich braucht. Und auch nur dann dabei bleibt, wenn man merkt, dass es einem gut tut.

Bei mir war es eine starke Vata InBalance. Vata ist eins der drei Konstitutionstypen aus der ayurvedischen Lehre (ich werde bestimmt noch mal ausführlicher dazu berichten). Bei mir äußert sich die Störung in einer starken inneren Unruhe, Schlaflosigkeit, das Gefühl nie Abschalten zu können, Verdauungsprobleme und vor allem einem Blähbauch. Nachdem ich mich sehr viel in die Lehre und Grundsätze des Ayurveda eingelesen habe und mir ein Ayurveda Arzt meine Vata Inbalance diagnostiziert hat wusste ich, dass ich nun wirklich etwas tun muss und etwas an meinem Leben ändern muss. Vata ist das Prinzip der Bewegung, dass immer auf Achse ist und sehr begeisterungsfähig für neue Dinge ist. In einem ausgeglichenen Zustand ist das ganz wunderbar und ich sprudle nur so vor Ideen und Kreativität. In einem unausgeglichenen Zustand ist aber eine regelmäßig Routine das A und O. Für manche Menschen mag das sehr einfach sein, für mich ist Routine wirklich schwierig und ich muss es jeden Tag für mich wieder lernen und anwenden.

Gestartet habe ich also mit einer kleinen Morgenroutine: Öl ziehen, Zunge schaben und ein Glas warmes Wasser mit Zitrone. Und das hat erstaunlich gut geklappt. Der Zeitaufwand liegt bei ca. 5min und somit ist es echt easy machbar gewesen.

Naja, wie es dann so Anfang des Jahres ist, gibt es einige Challenges. Ich habe im Januar auch die 30 Tage Yoga Challenge von Mady Morisson gemacht. Gestärkt durch die Motivation dieser Challenge, habe ich dann angefangen die Yoga Flows meistens am morgen zu machen. Und schwupps, hatte ich schon wieder einen neuen Teil meiner Morgenroutine. Da die Yoga Sequenzen jedoch teilweise recht lang sind (30-45min), ich morgens auf Grund von Dienstreisen aber auch mal doch früh aus dem Haus muss, hat mich das alles schon wieder ein wenig gestresst. Deswegen habe ich mich hingesetzt und einen genauen Plan gemacht: Was gehört definitiv zu meiner Routine und was ist optional, wenn ich Zeit habe?

Neben dem Yoga gab es aber noch weitere Aspekte, die mir am Morgen richtig gut tun: Zum einen ein warmes Frühstück. Meistens wird es ein Porridge. Ich lege mir abends dau schon alle Zutaten raus bzw. weiche die Haferflocken schon Abends in Pflanzenmilch ein (dann wird es nämlich richtig cremig) und zum anderen morgens zu lesen. Das beruhigt mich einfach soo sehr.

Hier die verschiedenen Aktionen meines Morgenrituals:

 

Was ich eigentlich immer mache:

  • Öl ziehen
  • Zunge schaben
  • Warmes Wasser mit Zitrone
  • Kräutertee aus Fenchel, Koriander und Kreuzkümmel mit frischem Ingwer
  • warmes Porridge

 

Was ich mache, wenn ich genügend Zeit habe:

  • Yoga
  • Meditation
  • Lesen

 

Ich muss jedoch auch gestehen, dass es in den letzte Monaten immer mal Ups and Downs in meiner Morgenroutine gab. Die Schlummerfunktion habe ich noch nicht komplett abgeschafft, das Bett ist einfach so gemütlich. Manchmal habe ich morgens auch einfach keine Lust auf Yoga, zumindest nicht so lang, Dann tun es auch mal 5 min. Und/Oder 5min Meditation. Dafür kam noch ein Kräutertee hinzu mit frischen Ingwer, den ich direkt morgens aufsetze und dann gemütlich über den Vormittag verteilt trinke.

Es gibt Tage da fällt mir diese Routine schwer. Doch bevor ich mich dann dafür verurteile, dass ich es mal wieder nicht durchgezogen habe, denke ich noch mal darüber nach, was ich an diesem morgen wirklich geschafft habe und muss dann feststellen, dass das Zitronenwasser, der Tee und das Zunge schaben immer dabei sind. Und das ist für mich auf alle Fälle ein Erfolg.

Insgesamt hat mein Morgenritual es geschafft meine innere Unruhe etwas zu stillen und viel ruhiger und gelassener in den Tag zu starten. Das tut so gut, dass mit das EInhalten des Rituals auch automatisch immer wichtiger wird. Und wenn ich dann am Wochenende doch mal ausschlafen will, dann mache ich es einfach. Aber auch dann starte ich immer mit dem Zitronenwasser…

 

Veröffentlicht von Denise

Mermaid by heart. Gypsy Soul. Magic Seeker.

Ein Kommentar zu “Mein Morgenritual

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