Der Herbst steht vor der Tür.

So, nun ist es soweit. Nachdem ich meinen letzten Beitrag noch im Kleidchen und Flip Flop geschrieben habe, sitze ich hier nun mit Hoodie und überlege mir gleich noch ein Bad einzulassen. Der Herbst ist da und er kam auf einmal dann doch sehr schnell, gefühlt über Nacht.

Ich mag sehr viele Aspekte des Herbst: Ich liebe die bunten Blätter, Waldspaziergänge, warmen Tee, Wärmflaschen, sich einzukuscheln und das goldene Licht. Aber der Herbst ist auch immer eine Herausforderung, denn damit einher geht die Kälte (und oft auch Regen) und das kann ich nicht so gut händeln. Ich gehöre zu der Sorte, die fast immer am Frieren ist. Seitdem ich mich mit dem Thema Ayurveda beschäftige, verstehe ich auch immer besser warum das so ist. Ich habe einen großen Anteil Vata in mir. Was ist Vata wirst du dich nun fragen. Vata ist eine der drei Doshas – oder auch Konstitutionstypen – im Ayurveda. Diese Doshas sind energetische Wirkungsprinzipien, die einen Einfluss auf unsere körperlichen und geistigen Merkmale haben. Jeder Mensch trägt alle drei Doshas in sich, doch ein bis zwei überwiegen immer von Natur aus. Im Ayurveda geht man davon aus, dass man dann am gesündesten ist, wenn man im Gleichgewicht mit seiner Konstitution ist. Dies ist ein wahnsinnig interessantes Thema, was erstmal sehr komplex wirkt, aber eigentlich ganz einfach ist. Ich werde in Zukunft auch noch öfter über Ayurveda schreiben, da ich gerade eine Ausbildung zur Ayurveda Gesundheitsberaterin mache.

Aber heute soll es erstmal nur um den Herbst und ein wenig um Vata gehen. Warum? Weil Vata im Herbst das vorherrschende Dosha ist. Vata ist den Elementen Äther und Luft zugeordnet und trägt auch diese Eigenschaften in sich: beweglich, trocken, raus, kalt, fein, subtil. Kommt dir bekannt vor? Ja, hallo Herbst!

Und so kann es dazu führen, dass wir uns alle – egal ob Vata Typ oder nicht – erstmal ein bisschen anpassen müssen, bevor wir uns mit den neuen Jahreszeit abfinden können. Es gibt Menschen, die haben nur mit der Kälte zu kämpfen, anderen macht die aufkommende Dunkelheit zu schaffen und bei wieder anderen zeigt sich der Jahreszeitenwechsel auch auf geistiger Ebene und man wird auf einmal ganz unruhig im Kopf und schläft schlechter. Auch Verdauungsprobleme (Verstopfung, Blähbauch) können eine Reaktion sein.

Egal welche Symptome Du vielleicht hast (und egal ob Du weißt, dass sie mit einem erhöhten Vata zu tun haben und ohne ayurvedische Kenntnisse zu haben), gibt es ein paar Tipps, die uns helfen im Herbst anzukommen:

  1. Wärme: Klingt recht banal, ist aber super wichtig. Im Herbst wird es so langsam kalt, also benötigen wir etwas Warmes. Wärmen kannst du dich:
    • durch Kleidung (und ist es nicht auch schön den kuschligen Cardigan wieder aus dem Schrank zu holen?)
    • warme Socken: wenn ich an den Füßen anfange zu frieren, dann ist alles vorbei
    • ein warmes Bad, gerne mit einem ätherischen Öl (und wer mag mit viel Schaum)
    • warme Suppen und generell warme Speisen: sich von Innen wärmen tut nicht nur gut, sondern auch unser Verdauungstrakt freut sich sehr darüber. Suppen und warme Speisen sind einfach so viel leichter zu Verdauen als Rohkost und Salate)
    • Tee: yes, It’s Teatime (ok, die ist bei mir das ganze Jahr über)
  2. Routine: Gerade wenn du merkst, dass Du etwas durch den Wind bist, ist eine Routine super wichtig und das A und O, um den sprunghaften Vata Geist zu beruhigen. Ein paar Ideen zu meiner Morgenroutine findest Du hier.
  3. Keep calm and relax: Gehe es generell ein bisschen ruhiger an. Genieße die Zeit zu Hause, kümmere Dich um Deine Bedürfnisse, lies ein Buch oder eine schöne Zeitschrift.

Vielleicht helfen Dir die Tipps ja auch, um im Herbst anzukommen und ihn in all seiner Farbenpracht zu genießen.

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