Nach Hause kommen

Ich habe vergessen, wie schön es ist nach Hause zu kommen. Vergessen ist wahrscheinlich noch nicht mal das richtige Gefühl – ich habe es schlichtweg einfach nicht mehr gefühlt. Wenn ich aus den letzen Urlauben nach Hause gekommen bin, war es immer so, als ob ich mich nicht wirlicjb bereit dafür bin. Als ob ein Teil von mir immer noch danach verlangt auf Reisen zu sein, mehr Freiheit, mehr Ruhe, mehr Freizeit zu haben. Als ich aus meinem letzen Urlaub nach Hause kam, habe ich nur geheult, weil ich einfach nicht wieder da sein wollte, nicht wieder in dieses Alltags Hamsterrad wollte und ein Teil von mir dich einfach so sehr dagegen gesträubt hat.

Nun hatte ich das unglaubliche Privileg gleich zwei Monate Urlaub zu haben.
Ich habe diese Zeit auch wirklich gebraucht, um runterzukommen und vor allem um wieder bei mir anzukommen. Beides habe ich geschafft und fühle mich nun endlich wieder im Flow, gut mit mir selbst und vor allem wieder wie ich selbst.
All das hat wahrscheinlich dazu beigetragen, dass sich nach Hause kommen diesmal ganz anders anfühlt : nämlich großartig!
Die letzten Tage hatte ich schon ein wenig Angst davor wie ich mich fühlen werde, wenn ich wieder nach Hause komme. Allein schon der Wechsel von 30 Grad zu 3 Grad. Es war eine Mischung aus dem Wissen und Gefühl, dass es nun an der Zeit ist nach Hause zu kommen, aber auch etwas Panik zuhause nicht klar zu kommen, die Sonne, das Meer und das Reisen zu sehr zu vermissen.

So habe ich mich dann in Sydney auf dem Weg zum Flughafen gemacht. Ich war defintiv voller Vorfreude und nach dem Security Check ist dann was komisches passiert: ich habe angefangen zu heulen. Das hatte ich wirklich nicht erwartet (ich habe ansonsten Sensoren, die recht früh merken, wenn mir nach Heulen zu Mute ist). Aber da liefen auf einmal die Tränen und ich war so traurig, dass nun diese Reise vorbei ist und gleichzeitig aber auch so glücklich, dass ich diese Reise gemacht habe. Ich habe es alles gefühlt und alles genossen. Der Flug war ewig lang und umso näher wir an die Destination ankamen, umso mehr habe ich mich einfach nur noch gefreut.

Wie schön ich es dann fand nach Hause zu kommen, hat mich dann aber doch komplett überrascht. Ich bin durch meine Straße gelaufen und habe diese kalte, klare Herbstluft eingeatmet. So sehr ich den Sommer liebe, Herbst riecht einfach anders. Riecht nach Veränderung, Gemütlichkeit und bunten Blättern.
Ich war so happy, gestern auf dem Wochenmarkt einzukaufen, mich mit Freunden zu treffen, auf meiner Couch zu liegen, in meiner Küche zu kochen und vor allem in meinem eigenen Bett zu schlafen. Und dann ist da ja noch die Sache mit Weihnachten. Ich habe meine Reise extra so gelegt, dass ich die Weihnachtszeit noch voll mitbekomme. Denn ich liebe sie. Allerdings habe ich selber in den letzen Jahren nicht wirklich zu Weihnachten dekoriert. Gestern hat es mich aber direkt gepackt – schnell noch einen Adventskrabnz gemacht, etwas neue Demo gekauft und Zimt Sterne gebacken.
Es ist diesmal ein Gefühl, wirklich nach Hause zu kommen und nicht nur in meine Wohnung und in die Stadt, in der ich gerade wohne wiedezukommen. Ich realisiere, dass ich mich wirklich wohl hier in meinem Viertel fühle und dass es meine zuhause geworden ist. Ich habe gerade ein Gefühl von Sicherheit, Gemütlichkeit und gleichzeitig Freiheit. Und das ist einfach nur schön, einfach und leicht.

Veröffentlicht von Denise

Mermaid by heart. Gypsy Soul. Magic Seeker.

4 Kommentare zu „Nach Hause kommen

  1. „Nach Hause kommen“ ist auch ein wunderschöner Ausdruck! Deine Worte haben mich sehr gefreut. Ich mag es, wenn man Menschen trifft, bei denen man das Gefühl von „Nach Hause kommen“ hat. Alles Liebe, Sovely

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