Mein Jahres Rückblick

Was für ein Jahr! Kennt ihr das Gefühl total davon überwältigt zu sein, dass schon wieder ein Jahr um ist. Es kommt mir vor als wäre es letzte Woche gewesen, dass der 27.12.2018 war und ich diesen Blog gelauncht habe 😊 und gleichzeitig kommt es mir vor, als wäre es eine Ewigkeit her, denn es ist so viel passiert in diesem Jahr. Dieses Jahr war eine reine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich glaube ich habe alle Gefühle mindestens einmal gefühlt. Das war teilweise anstrengend, überraschend, nervenaufreibend, aber alles in allem grossartig! Denn ich habe dadurch so viel gelernt.
Hier die wesentlichen Punkte, die mich 2019 geprägt haben :

1. Erkenntnisse


Rückblickend wird 2019 wohl das Jahr der Erkenntnisse sein. Ich hatte viele Lektionen zu lernen, habe vieles versucht anders zu machen als bisher. Manchmal mit Erfolg, manchmal aber auch mit der Erkenntnis, dass ich auf dem Holzweg war. Das Schöne ist aber ja, dass man auch auf dem Holzweg noch Einsicht bekommen kann und einfach zurück gehen kann – wenn man sich denn traut und zugibt, dass man auch mal nicht recht hatte. Und auch das ist schon wieder eine Erkenntnis.
In jedem Fall, hat mich jede Erkenntnis weitergebracht. Meistens kamen sie sehr spontan. Sind mir auf einmal wie Schuppen von den Augen gefallen. Immer wenn ich etwas geplant oder gedacht habe, ist was völlig anderes passiert. Ich glaube das Leben hat mich immer mehr dahin geschubst, einfach den Moment zu geniessen und nur zu sein.
Jede meiner Erkenntnisse hier aufzulisten würde hier den Rahmen sprengen und wäre auch zu persönlich. Meine Gedanken zu Erkenntnissen habe ich aber auch schon in diesem Artikel zusammengefasst.

2. Gesundheit

2019 war defintiv nicht das Jahr blühender Gesundheit für mich. Im Gegenteil : es war das erste Jahr, in dem ich mich ernsthaft Gedanken um meine Gesundheit machen musste.
Von Erkältungen war ich eigentlich nicht geplagt, wie alles dieses Jahr ging es tiefer und hat mir jedes Mal gezeigt: so geht es nicht weiter. Du musst was an deinem Leben ändern.
Joa, die Erkenntnis allein ist ja schön. Aber wie setzt man das dann um? Das Leben mal eben umdrehen? Nicht ganz so einfach.
Eigentlich bin ich aber jemand, der dann schnell 1000 neue Projekte angeht und gleich alles ändern möchte und alles in Frage stellt. Doch so langsam verstehe ich, dass kleine Schritte viel wirksamer sind und zu einem langfristigerem Erfolg führen können.
Fakt ist: Ich habe die letzten Jahre zu viel gearbeitet, immer die Arbeit priotisiert, habe meine Gesundheit hinten angestellt, mir kaum Pausen gegönnt. Das ging lange Zeit echt gut, weil ich eben auch ein fleissiges Arbeitsbienchen bin und schnell und gut arbeite. Und eigentlich auch sehr gerne.
Doch dabei sind die Dinge, die ich wirkich von Herzen gern mache auf der Strecke geblieben und ich war einfach nur noch ausgelaugt, erschöpft, gereizt und mein Körper hat dann mal ganz laut „nein“ gesagt.
Gleichzeitig habe ich aber ganz langsam wieder angefangen privat die Dinge zu tun, die meiner Seele gut tun. Dieser Blog hat dabei sehr geholfen. Ich habe sehr viel gelesen, mal wieder ein Bild gemalt und mehr Zeit in dernatur verbracht. Es ist als ob ich mich zurückerinnert habe, wie ich als kleines Kind war und was mir da Spaß gemacht hat. Und das versuche ich nun wieder in mein Leben zu integrieren. Dabei stelle ich auch fest, dass ich ein grosses Thema ist auch mal „nein“ zu sagen: zu Projekten, Situationen und auch Menschen, die mit einfach nicht gut tun. Ich glaube das ist weiterhin meine größte Herausforderung und für das nächste Jahr möchte ich mich noch mehr davon befreien, was andere über mich denken und einfach nur mein Leben leben und genießen so wie ich es möchte und für richtig betrachte.
Du magst dich jetzt vielleicht fragen, was all diese Sachen mit meiner Gesundheit zu tun haben. Ich bin fest davon überzeugt, dass Gesundheit als ein ganzheitliches System zu verstehen ist von dem unser Körper nur ein Teil ist. Auch auf seelischer und geistiger Ebene sollten wir schauen, dass wir zufrieden und im. Gleichgewicht sind, denn nur so können wir als Ganzes gesund sein. Dies ist genau der Ansatz, den ich im Ayurveda so liebe. Und da sind wir schon beim nächsten Punkt : all meine gesundheitlichen Probleme dieses Jahr haben dazu geführt, dass ich mich noch mehr mit der ayurvedischen Lehre beschäftige und nu sogar eine Ausbildung zur Gesundheitsberaterin mache. Ich mache das mit so viel Freude. Es fühlt sich einfach jur richtig an.
Ein weiterer wesentlicher Pfeiler, der zur Besserung meiner Gesundheit beigetragen hat, war meine 2 monatige Auszeit, in der ich von allen Pflichten befreit war und einfach nur in den Tag hinein gelebt habe.

3. Selbstliebe und Vertrauen

Selbstliebe ist die Basis für Vertrauen.
Wenn ich mich selbst nicht liebe, wie soll ich mir dann vertrauen? Wenn ich mir nicht vertraue, wem soll ich dann vertrauen? Wenn ich mir nicht vertraue, wer soll mir dann vertrauen?
Dieses Jahr war mein Weg zurück zur Selbstliebe. Ich dachte vorher schon, dass ich sie hätte, aber rückblickend habe ich mich getäuscht. Ich war auf dem Weg, aber ich war noch nicht da. Ich dachte ich bin bereit mich selbst zu lieben und anzunehmen wie ich bin, aber ich habe mir immer noch Bestätigung im Aussen gesucht und war noch in dem Modus „wenn das und das passiert, dann ist alles gut“. Ich habe mir selbst vorgemacht, dass ich gar nicht so gedacht habe. Es war ein Automatismus.
Heute weiß ich eben, dass es nicht is war und dass auch das vollkommen ok war, denn es war einfach ein Teil meines Weges. Ehrlich gesagt, habe ich erst während meiner Auszeit in den letzten zwei Monaten wirklich alles an alten Ballast losgelassen und fühle mich jetzt frei, stark und endlich wieder wie ich selbst.
Und jetzt beginnt die nächste spannende Phase: das Vertrauen. Das Vertrauen in das Leben. Einfach zu genießen. Jede einzelne Minute. Wohlwissend, dass es scheiß Tage gibt, dass nicht immer alles Friede Freude Eierkuchen ist, dass ich mich eh 100 mal auf der Arbeit aufrege. Aber mit dem Vertrauen, dass es ok ist und dass es nicht mein Sein beeinflusst.
Noch vor einem Jahr war ich an einem Punkt, wo mein Ego mir ins Ohr geflüstert hat „Du bist nicht gut genug. Du hast es nicht verdient“. Diese Angst hat so viel kaputt gemacht, denn sie war unterbewusst ständig präsent und hat dadurch automatisch Gedanken erschaffen und Situationen hervorgerufen, die dann genau diesen Glaubenssatz projeziert haben.
Ich habe weiter oben schon mal geschrieben, dass ich dieses Jahr ungefähr alle Gefühle mal gefühlt habe. Und ich denke, dass war genau der Weg, um aus diesem Glaubenssatz rauszukommen : the only way through it, is through it.
Manchmal gibt es eben kein Entkommen. Manchmal hilft nur Augen zu und durch. Und was nun auf der anderen Seite auf mich wartet, ist grossartig : es ist ein Gefühl von Leichtigkeit, ein Gefühl von Selbstbewußtsein und vor allem tiefer Selbstliebe. Natürlich sind nicht alle (negativen) Gedanken immer weg, natürlich gibt es noch mein Ego, das mir manchmal wie ein Papagei dazwischen plappert (was auch gut ist, denn ohne die Angst des Egos können wir die andere Seite der Medaille – die Liebe – nicht erkennen). Was sich aber geändert hat, ist mein Vertrauen in mich selbst. Das Vertrauen, dass einfach alles in mir steckt und dass mir nicht passieren kann. Es ist ein Urvertrauen in das Leben – das ganz tiefe Wissen, dass alles gut ist und immer gut sein wird. Dass ich meinen Weg genauso gehe, wie es sein soll. Egal wie schnell oder langsam ich in manchen Dingen bin. Ich gebe zu: ich liebe dieses Gefühl, es macht süchtig. Ich möchte mehr davon! Es ist als ob ich langsam die mir selbstauferlegten Ketten abstreife, fliege und erkenne, wie leicht und schön das Leben doch einfach sein kann.
Ich bin im Flow. Ich lebe, liebe und genieße. Genauso soll es im nächsten Jahr weitergehen.
Ich spüre, dass etwas in der Luft liegt und freue mich so sehr auf all das, was das Leben noch für mich bereit hält.

Gerade noch habe ich dieses schöne Zitat gelesen:
Vertrauen heißt, sich dem Leben zu stellen und es zu genießen. Besinne dich auf die positive Kraft in dir und gehe immer vom Besten aus.

In diesem Sinne: Auf ein fantastischen neues Jahr, voller Freude, Genuss und Vertrauen!

Veröffentlicht von Denise

Mermaid by heart. Gypsy Soul. Magic Seeker.

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